Die Vorsorge untersuchen

von Franz Stowasser am 12. Juli 2011

Wir fahren mit dem Auto zum Einkaufen, an einen Urlaubsort, zur Arbeit, zum Zigaretten holen, so jedenfalls der Nachbar meines Nachbarn, er fährt die 200 Meter zum Automaten grundsätzlich mit seinem VW Golf, ins Schwimmbad, zum Blumenkauf, zur Tanke, zur Waschanlage, einfach so ins Grüne, in die Nacht hinein, aufs Land, durch die Stadt, im Sommer, Winter, Herbst und Frühling. Manche Ärzte behaupten, Männer brächten ihr Auto häufiger zur Vorsorgeuntersuchung als den eigenen Körper. Wir Männer wissen selbstverständlich, dass das erstens Unsinn ist und zweitens, dass Vorsorgeuntersuchungen grundsätzlich nichts bringen, außer dass nachher kaputt ist, was vorher ganz war, wie in der Werkstatt. Doch wir kümmern uns um das Auto, das ist auch richtig so, denn bei 190 km/h will man dem fahrbaren Untersatz doch vertrauen können. Das Vertrauen wächst mit der Zahl der Daten, über die wir im Fahrzeug verfügen. Wir kennen gerne den Öldruck, die Motortemperatur, die Geschwindigkeit, den Reifendruck, unsere Beifahrerin will wissen, wie sich die Außentemperatur im Vergleich zur Innenraumtemperatur verhält, wir wollen Drehzahlen sehen und, seit das Benzin so teuer ist starren wir oft auf die Tankanzeige.

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