Verständlich

von Franz Stowasser am 22. Januar 2010

Andere hätten das sehen und hören können,sagte der Herr, mein Ringen um die Mehrdimensionalitäten, mein Gegenhalten, Erweitern des einseitgen Fokus. Andere hätten mich hinweisen können, auf meine immer gleichen Überraschungen des „oh, da ist ja mehr“ und auf den damit zerfallenden Seinsbegriff. Aber die anderen wollten nicht. Oder, sie haben’s getan und der Herr wollte nicht hören. Wollten mit ihm vielleicht ihre eigene Welt konstant halten, in sich geschlossen und linear erklärbar. Linearität bis hin zur Definition Gottes, dass dieser nämlich alles, wir hingegen nichts wissen könnten.

Andere verhalten sich anders und der Herr hatte die anderen häufig nur als einen Erklärungsbestandteil seiner Welterklärung gesehen. Als ginge es, als müsste es allen nur darum gehen, dass des Herren Welt erklärt würde. Gut Herr, wir erklären Dir die Welt. Doch wo findet sich dann das WIR? Wo findet sich diese gehäufte Repräsentation des Anderen, des Fremden? In anderen Ländern, in anderen Sprachen die er hört und bei denen er sich nicht vorstellen kann, dass sie zur Verständigung dienen könnten? Eher zur Belustigung oder zur Verständigungängstigung durch Erzeugung lauter Geräusche. Zisch- und Schnalzgeräusche, sich gegenseitig anzischeln oder anschnalzen und dann meinen, etwas verstanden zu haben, und wenn, was?

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