Unendlicher Herr

von Franz Stowasser am 10. April 2010

Des Herren Saxophon war auch ein Horn der Unvernunft. Wer brauchte denn, außer er selbst, diese Töne und wer konnte sich schon mit Hören allein begnügen, wo doch die Reiz am Saxophon das formen der Töne mit Lippen und Mund ist, mit dem ganzen Körper, mit dem Leib und der Seele und diese alte Trennung beizubehalten und gleichzeitig aufzulösen. Und dann, heute am frühen Morgen die Einsicht in die Welt der Gleichungen. Was hat es denn mit dieser Suggestion, dass wir unsere Erkenntnisse in Gleichungen formulieren wollen auf sich?
Dieses x = y mit all den Facetten der Ursache- Wirkung, der Bedeutungen etc.. Gilt die Gleichung selbst nicht auch schon wieder als eine Suggestion, als die Struktur der Glaubenssätze? Wie könnten wir noch sprechen, ohne SEIN und Gleichung, ohne die Vergleichsformen, die Anleihen an Unbekanntes, das durch den Vergleichsbezug scheinbar bekannt wird? Wie könnten wir anders denken, als durch und in diese Gleichungen? Dies = das? Und was noch und noch viel mehr bleibt dennoch im Vergleichsbezug haften.

Also formulierte der Herr einfach lustig drauf los, ohne in die SEINS Falle zu tappen und behauptete nicht, dass das, was er schreibe irgendwie SEI. Einfach nur geschrieben, sonst nichts, einfach nur gesagt, sonst nichts. Und, in keinem Vergleich zu….

Bandgelb

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