Tonband

von Franz Stowasser am 23. Januar 2009

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Neben meinem Rechner liegt ein kleines Tonbandgerät, ich hatte es vor Jahren gekauft, auch weil sich damit noch die alten Cassetten abspielen lassen. Es ist klein, hat dennoch die Finesse, dass ich die Wiedergabegeschwindigkeit justieren kann. Das regt mich oft zu kleinen Spielereien an. Wenn die eigene Stimme auf dem Band etwas müde klingt gebe ich ein bisschen Tempo und schon klingt meine Sprache höher, leicht gehetzt, auf Geschwindigkeit und Druck setzend. Sollte ich zu motiviert rüberkommen, dann drehe ich die Stellscheibe auf langsamer und meine aufgezeichneten Bemerkungen beruhigen sich. So gestalte ich meine Hörwelt nach meinen momentanen Bedürfnissen. Ich habe das schon so geübt, dass es mir auch im Alltag, ohne kleines Tonband gelingt. Was mir nicht so recht passt lasse ich höher und schneller erklingen, was mich beruhigen soll wiederhole ich auch schon mal langsam und mit innerlich sonorer Stimme.
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Das Aufzeichnungsgerät für den Reifendruck heißt TireMoni
www.tiremoni.com

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