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Ich entfolge mich.

Der Herr wollte sich auf facebook entfolgen. Er wollte nur noch richtige und verläßliche Freunde und Freundinnen haben, keine, die wie er selbst, in den Träumen Gegenteile ihrer täglichen Behauptungen produzierten. Der Herr konnte seinen Behauptungen keinen Glauben schenken, nicht einmal das. Glauben war doch so leicht zu verschenken, wurde auch mehr dadurch. Wer sich selbst nicht glauben kann findet einen Trost im richtigen Glauben. Der richtige Glaube ist ewig, während das Selbst endet. Nun gut, das Selbst vielleicht nicht, aber des Herren Selbst, eines davon zumindest. …

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Normalerweise

Der Herr testet manchmal Worte durch wiederholte Verwendung in ihren Wirkungsweisen aus. (Nein, noch nicht aus, es fängt erst an.) Das Wort „normalerweise“ wurde zum Beispiel in unterschiedlichen Zusammenhängen getestet. Doch in allen getesteten Zusammenhängen blieb es nichtssagend, verschleiernd und in seiner Wirkung höchst ungenau, obgleich mächtig. Es ruft bei seiner Verwendung stets Anleihen an eine gedachte demographische Vorstudie zur Normalität auf. – Ab dann kann der Eindruck entstehen, es gäbe eine solche Vorstudie zur Normalität, zur normalen Weise, obgleich die Leserin und auch der Leser sofort …

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Facebook

Wer ein Facebook Konto besitzt freut sich vielleicht, von Freunden und Bekannten zu lesen und deren Interessen zu teilen oder/und veröffentlicht eigene Beiträge. Facebook wirbt mit folgendem Satz: „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten.“ Was stimmt an diesem Satz nicht? Vieles. Zum einen ermöglicht mir Facebook nichts, was ich mit den Menschen in meinem Leben nicht schon hätte. Denn in Verbindung stehe ich ja mit diesen Menschen, sonst wären es nicht Menschen in meinem Leben. Der Satz soll mir …

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