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Facebook

Wer ein Facebook Konto besitzt freut sich vielleicht, von Freunden und Bekannten zu lesen und deren Interessen zu teilen oder/und veröffentlicht eigene Beiträge. Facebook wirbt mit folgendem Satz: “Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten.“ Was stimmt an diesem Satz nicht? Vieles. Zum einen ermöglicht mir Facebook nichts, was ich mit den Menschen in meinem Leben nicht schon hätte. Denn in Verbindung stehe ich ja mit diesen Menschen, sonst wären es nicht Menschen in meinem Leben. Der Satz soll mir …

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Beistrich

Der Beistrich oder das Komma, eigentlich ein unscheinbarer kleiner Strich, der kann doch nicht viel verändern. Wenn ich etwas klar ausdrücke, sagen manche, werde ich auch richtig verstanden. Da lachen andere und denken an den Beistrich: es ist alles nicht so einfach. es, ist alles nicht so einfach? es ist, alles nicht so einfach. es ist alles, nicht so einfach. es ist alles nicht, so einfach. es ist alles nicht so, einfach. Durch ein Komma empfohlen führt und eine kleine Pause und eine andere Betonung zu ganz …

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Grunz und Zisch

Eckhard Henscheids Ausflüge in die Welt der Trinker (Triologie des laufenden Schwachsinns) wirkt ja amüsant, stimmt jedoch auch depressiv. Denn wenn nur noch der Alkohol über die dauernde Mehrdeutigkeit der Aussagen hinwegtrösten kann, indem er die Fähigkeit zur genaueren Analyse minimiert — und darauf weist Henscheid immer wieder hin, bleibt nicht viel Trost. Was nun wäre zum Beispiel an dem Satz: “ich liebe dich“ — mehrdrutig? Vieles, denn keines der drei Worte ist hinreichend bestimmt. Weder kann als bekannt das “ich“, noch “liebe“ und schon gar nicht …

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Auslöschung

* * Thomas Bernhard: “Auslöschung“ Für mich sprudelt aus diesem Buch ein Quell der Freude, ergießt sich eine Leselust, wie ich es sonst nur bei sehr wenigen Büchern erlebt habe. In seinem letzten großen Prosawerk stellt Thomas Bernhard seine Kunst, Alltagssätze durch elegante Drehungen immer wieder neuen Erkenntnissen zuzuführen, in fast vollendeter Weise vor. Fast vollendet, weil der Schluß des Buches leider etwas gewollt wirkt, nicht mehr so fein verwoben wie die ersten 600 Seiten. Selbstreflexion und Situationsreflexion, genaue Beobachtung, dargestellt in eleganter Dialektik und das Ganze …

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