Als er ganz

mit sich alleine war, weinte der Herr auch über sich selbst. War es ihm doch nicht gelungen, all seine Versprecher wahrzumachen. Im Vorstadium seiner Erfolge war er stehen geblieben und dann lustlos zurückgefallen. Seither predigte er sich selbst Sinnlosigkeit, als hätte die Suche nach dem Sinn gar keinen Sinn. Zwar hatte er viel Sinnliches entdeckt und seine Sinne daran erfreut, doch das, so hatten ihm Experten versichert, gelte nicht. Die Suche nach Sinn sollte einem und nur einem Lebenssinn gelten. Das allerdings war für den Herrn etwas …

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Des Herren Weltenblick

Des Herren Weltenblick wurde auch geprägt durch Wolldecken, die, mit Wäscheklammern an einem kleinen Tisch befestigt, eine Ausblickshöhle bildeten. In dieser Ausblickshöhle sitzend, konnte er als Bub in die Zimmerwelten sehen. Er sah durch den Lichtspalt zwischen den herabhängenden Wolldecken, roch die Buntstifte, mit denen er die Tapetenwand unter dem Tisch bemalt hatte und das Bohnerwachs, mit dem der Dielenboden bearbeitet worden war. Noch heute verbindet er sehen mit riechen und umgekehrt intensiviert er seine Seherfahrungen mit Gerüchen. Leise saß er oft stundenlang unter diesem, mit Wolldecken …

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Der Herr schaute TV,

dort wurde die Freiwilligenarbeit beworben. Diese Arbeiten sollten ohne Entgelt bleiben, auch wurde darauf hingewiesen, wie sinnvoll dies für Senioren sei, die ja durch unentgeltliche Freiwilligenarbeit Kontakt zur Gemeinschaft erhalten würden, kostenlos. Der Herr fragte sich, ob das wohl heißen würde, dass seine Gemeinschaftskontakte schon alle kostenpflichtig geworden waren. Freiwilligenarbeit sollte auch Lebenssinn geben und sinnvoll sein, so hieß es. Das verwirrte den Herrn, da er ja selbst weniger Sinn geben, als vielmehr Erleben wollte. Dass das Leben Sinn machen müsse, konnte ja angesichts des alltäglichen Unsinns …

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