Der Herr wortet

Der Herr bezeichnete sich gerne als einen einsamen Mann. Nicht dass er alleine gewesen wäre, nein, er hatte Familie, eine fröhliche Frau und zwei aufgeweckte Kinder. Jedenfalls sagten das die Nachbarn. Er selbst aber fühlte sich einsam, irgendwie allein gelassen und in einer Art unfertig. Es war ihm, als sei der Künstler, der ihn aus dem Menschenstein zu modellieren hatte, einfach mitten in seiner Arbeit aufgestanden, weggegangen und bisher nicht wiedergekommen. Der Herr wartete und hatte dabei das Warten vergessen. So kam es, dass er sein Leben …

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