previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
Shadow
Slider

Ich entfolge mich.

Der Herr wollte sich auf facebook entfolgen. Er wollte nur noch richtige und verläßliche Freunde und Freundinnen haben, keine, die wie er selbst, in den Träumen Gegenteile ihrer täglichen Behauptungen produzierten. Der Herr konnte seinen Behauptungen keinen Glauben schenken, nicht einmal das. Glauben war doch so leicht zu verschenken, wurde auch mehr dadurch. Wer sich selbst nicht glauben kann findet einen Trost im richtigen Glauben. Der richtige Glaube ist ewig, während das Selbst endet. Nun gut, das Selbst vielleicht nicht, aber des Herren Selbst, eines davon zumindest. …

weiterlesenIch entfolge mich.

Rum des Südens

Im Süden treffe ich bei der Besichtigung einer Rumfabrik ein älteres Ehepaar, die mir erzählen, dass sie schon seit über 10 Jahren auf der Insel wohnen. und das für 300 Euro pro Monat inclusive Nebenkosten. Sie fliegen ab Frankfurt für 89 Euro und können sich dann von ihrer kargen Rente gut leisten, 5 Monate zu bleiben. Klug, denke ich mir und vorausblickend, denn im Alte tut Wärme gut. Wer also zu einem Ortswechsel bereit ist kann sich ein ideales Klima schaffen. Vielleicht gilt das auch für die …

weiterlesenRum des Südens

Grunz und Zisch

Eckhard Henscheids Ausflüge in die Welt der Trinker (Triologie des laufenden Schwachsinns) wirkt ja amüsant, stimmt jedoch auch depressiv. Denn wenn nur noch der Alkohol über die dauernde Mehrdeutigkeit der Aussagen hinwegtrösten kann, indem er die Fähigkeit zur genaueren Analyse minimiert – und darauf weist Henscheid immer wieder hin, bleibt nicht viel Trost. Was nun wäre zum Beispiel an dem Satz: „ich liebe dich“ – mehrdrutig? Vieles, denn keines der drei Worte ist hinreichend bestimmt. Weder kann als bekannt das „ich“, noch „liebe“ und schon gar nicht …

weiterlesenGrunz und Zisch