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In der Idylle leben

ist nicht ganz so einfach, wie sich das Vollbeschäftigte vorstellen. Da gibt es niemanden, der/die sagt, was zu tun sei und bis wann das fertig gestellt werden muß. Da gibt es kein “muß”, auch kein “Du sollst” und das kann einsam machen, auch als Verlust von Zuwendung gedeutet werden. In der Idylle leben funktioniert gut in einer Gemeinschaft, die immer wieder daran erinnert, daß 90% der täglichen Probleme selbst gemacht wurden. Idyllen funktionieren, sobald wir darauf verzichten können, andere Leute für unsere Gemütszustände verantwortlich zu machen. Auch …

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Gehört alles mir!

Der Herr surft gerne im Internet. Seit einiger Zeit macht ihm sein Morzilla Firefox Browser jeden Morgen das Internet mit den folgenden Zeilen zum Geschenk: “Das Internet gehört uns allen, Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie Ihre Unterstüzung für das weltgrößte öffentliche Gut.“ Abgesehen davon, dass das weltgrößte öffentliche Gut wohl eher in Luft und Wasser zu finden sind, will der Herr dieses Geschenk des Browsers nicht annehmen. Denn, was da als schöpferischer Anteil angepriesen wird, hat den Charakter einer feindlichen Ãœbernahme. Nein, das Internet gehört …

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Vor sich hin schreibt der Herr

fast wie andere Leute vor sich her brutteln oder ein Gebet murmeln. So schreibt er einfach Wort an Wort und lässt sich überraschen, welcher Text entsteht. Es soll ja ein guter Text entstehen, ein Text mit klarem Aufhänger, Anreisser, vor allem in den ersten Zeilen soll der Text beim Leser, der Leserin Interesse und Neugierde wecken, die Lust zum Weiterlesen entfachen. Was kommt als nächstes Wort, als nächster Satz. Ein richtig guter Text baut Spannung auf, verführt zum Weiterlesen. Da will der Leser, die Leserin wissen, will …

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Sehnsucht nach Wärme

Denke daran Gitarre zu spielen, spüre meine Hände, die sich wund anfühlen, habe keine Lust mehr Gitarre zu spielen, summe einige Melodien im Kopf, vergleiche mich dabei mit anderen, setze mich in Beziehung vielleicht sogar in Konkurrenz, ermüde mich damit, spüre den Zug des offenen Fensters im Nacken, denke an Arno Schmidt’ Abend mit Goldrand und die 4 warmen Tage im Jahr, denke, ob das nicht viel zu wenig sei und wie in heißen Ländern, wenn es auch feucht ist, das das Schreibpapier aufquillt. Finde das wiederum …

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