previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
Shadow
Slider

Gemeinsam lesen.

Wir lesen Andreas Okopenko und Ödön von Horvath. Mit der Zeit werden die Reflexionen zu Wiederholungen und scheinen schon bekannt. Ich bemerke jedoch nur selten das Phänomen meiner eigenen Texte, dieses Neue in der Wiederholung. Bei den fremden Texten bleiben Aspekte des Nochmaligen haften. Etwas klebrig fast. Also lese ich selektiv, blättere durch die Seiten und lese näher, was mich auf den ersten Blicken anspricht. Bei Okopenkos Lexikonroman entspricht das sogar des Verfassers Vorstellungen. Wie aber könnte ein Text mich ansprechen? Ob nicht meine Erwartungshaltungen, die Neues …

weiterlesenGemeinsam lesen.

Der Herr liest im Netz

Gedanken zu: „Beiträge zu einer digitalen Ontologie“ nicht nur von Rafael Capurro Zeit: Hier liegt für Kant die Grenze des mathematischen Denkens, denn Zeit, als Form des inneren Sinnes, ist etwas spezifisch Menschliches, “das nicht jedem Vernunftwesen zukommt.” (ebd. S. 154). Alle Zitate aus: http://www.capurro.de/digont.htm und: Grundsatz bei Kant, nämlich den von der “Endlichkeit des Menschen”. Hier trifft er sich mit Heideggers Existenzialanalytik. Er schreibt: “Die Zeit ist nicht nur die Form des inneren Sinnes, sondern die Grundstruktur des menschlichen Daseins überhaupt. Wir sind als Menschen wesentlich …

weiterlesenDer Herr liest im Netz

Der Herr liest sich vor

und versteht den Text als Selbst. Zumindest erst einmal seine eigenen handschriftlichen Texte, deren Form er als Denkform nutzt Stellungen der Buchstaben, Zwischenräume, Wortpausen, Ober-, Unterstriche etc., in Schrift gebildete Sätze. Schon lange sieht der Herr Sätze vor seinem inneren Auge und liest sich diese Sätze vor. Wie er sich auch in Träumen oft Seiten vorliest. Hatte er vor dem Einschlafen Proust gelesen, so erschienen im Traum Buchseiten, hatte er Handschriftliches verfasst, so waren es seine Schriftseiten. Auch der Bildschirm des Rechners, Ausdrucke etc. konnten Vorlagen zur …

weiterlesenDer Herr liest sich vor

Unbedarft

Ich lese und lese gleichzeitig, was ich durch mein Mitsprechen mitgeschrieben habe. Nicht im Druck, sondern reflektiert auf meine inneren Brillengläser, wie auf die Frontscheibe eines Kampfjets. Ich kann gar nicht nur lesen, auch nicht die ersten Worte eines Buches, unbedarft, wie ich mir einreden könnte. Ich müsste es mir einreden. So beeinflusst mein vermeindlich zukünftiges Lesen schon vor dem Lesen mein lesen. Unbedarftes Lesen wird unmöglich,. Denn schon mit dem Erwerb meiner Fähigkeit zu lesen habe ich dieses Unbedarfte verloren. Ich spreche über etwas, darüber habe …

weiterlesenUnbedarft