Innensehen

Der Herr hatte sich begeistert. Mit seinen Gedanken konnte er ohne Reise- oder Impfpass an Orte gelangen, an die außer ihm niemand hinkam.  Es war ruhig dort und beschaulich, außerdem sah sich der Herr oft jünger, an diesen Orten. Nicht, dass das schöner gewesen wäre, es war anders, vielleicht ein wenig leichter. Leichter als was? Als diese vielen angesammelten Daten im Kopf des Herren, aus denen er immer wieder Zusammenhänge herauslesen wollte und die sich doch als zusammenhanglos bewahrt hatten. Konstruierte Sinnbrücken hatten nicht lange gehalten, waren …

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Weitergehen

Was coachen wir denn da, wenn wir uns selbst coachen? Auf was beziehen wir uns, wenn wir uns auf uns selbst beziehen? Wo wir doch selbst gar nicht sein können, ohne den anderen, der/die uns Reflexion ermöglicht. Wenn, wie zur Zeit, die Börse schlecht steht, geht es dem Herrn auch nicht besonders gut. Manchmal wacht er früh auf, so wie heute und will noch schnell alles in Ordnung bringen — da gibt es aber nichts in Ordnung zu bringen. Da gibt es keine Ordnung, die er beeinflussen …

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Das Glück

Die Arbeit, der Erwerb, die Erwartungen, die Hoffnung, die Ziele, die Zukunft, der Rückblick, die Ernüchterung, die Entfernung, die Reise, die Geschwindigkeit, das Rechenmodell. Das eigene Glück lag nicht in den Antworten, die der Herr bekam, es lag in seinen Fragen. Zum Beispiel führte die Frage nach dem Wesen des Glücks stets in eine sehr unangenehme Sackgasse, ebenso die Frage danach „was“ glücklich „macht“. Denn nichts Wesenhaftes hatte das Glück und es machte auch nichts, dass das Glück überhaupt gar nichts machte. Zum Glück hatte der Herr …

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Gedichte

Meer, mehr. Ich sitze und genieß‘ den Blick aufs Meer. Seh‘ die weißen Wellenkämme im blauen Abendlicht. Der sanfte Wind treibt Palmenblätter hin und her, meine Tagessorgen seh‘ ich nicht. Hier, am warmen Sonnenstrand scheint alles möglich und gebannt lausch‘ ich der Amsel Abendlied. Mit Gedichten wirst Du nie was werden, denn dichten kann ja jeder Geld gibt’s bei Bau, Steine und Erden das wirst Du merken, früher oder später. Mit Gedichten schafft es keiner, denn, niemand liest ja die Gedichte. Doch dann liest sie zumindest einer, …

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