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Der Herr erzeugt

Innentöne Als er während des Spielens sein Kinn auf den Gitarrenkörper presste, wurden die Töne laut und hallend, verteilten sich in seinem Kopf, nutzten Kiefer- und Stirnhöhlen als Resonanzräume. Die einzelnen Töne wurden so voluminös, dass sie Ton, Akkord, Fokus und Kontext zu gleich darzustellen vermochten. Darauf aufmerksam, dass diese Höreindrücke von der Position seines Kinns herrührten, wagte er einen Blick auf die Saiten, den Gitarrenhals und die Stege dort. Eisenbahnschienen, dreispurig, auf denen riesige Finger zu lauter Musik tanzten.

Selbsterschaffung des Herrn

Zu den Gesichtsbildern könnten Gesichtsgeschichten des Herrn kommen. Und der Herr könnte Gesichtsbilder bekommen. Bilder, wie unterschiedlich er aussehen kann und wie unterschiedlich er dreinschauen kann. Der Herr wäre noch mehr er selbst, hätte noch weitere Gesichter. Die Welt, die er beobachtete wäre noch vielfältiger, weil er sie aus so vielen Gesichtern heraus sehen könnte. Da braucht es nur ein paar Zeichnungen und schon kann das Fratzen-Buch des Herrn erweitert werden. Es braucht nicht nur Zeichnungen, auch Musik. Es scheint wichtig, einen Gitarrensound zu finden, der den …

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Sehnsucht nach Wärme

Denke daran Gitarre zu spielen, spüre meine Hände, die sich wund anfühlen, habe keine Lust mehr Gitarre zu spielen, summe einige Melodien im Kopf, vergleiche mich dabei mit anderen, setze mich in Beziehung vielleicht sogar in Konkurrenz, ermüde mich damit, spüre den Zug des offenen Fensters im Nacken, denke an Arno Schmidt’ Abend mit Goldrand und die 4 warmen Tage im Jahr, denke, ob das nicht viel zu wenig sei und wie in heißen Ländern, wenn es auch feucht ist, das das Schreibpapier aufquillt. Finde das wiederum …

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