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Gesunder Menschenverstand

Wer sich auf den gesunden Menschenverstand bezieht, möchte eine Normalität zur Basis der Argumentation machen. Die Behauptung, es gäbe einen gesunden Menschenverstand, setzt einen ideellen Prüfstein, an dem dann in autoritärer Weise das Richtig und Falsch der Meinung anderer geprüft wird. Dieses entspricht und jenes entspricht nicht dem gesunden Menschenverstand. Vertreter des gesunden Menschenverstandes maßen sich damit an, die Welten der Anderen als mit dem gesunden Menschenverstand konform oder auch nicht konform zu bezeichnen. Sie setzten sich in die Position absoluter Beurteilung, schließen ein und sortieren aus, …

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Der Herr berichtete

aus den Gebieten seiner Iche. Er hatte viele Iche, Kindheits-, Erwachsenen-, Business-, Musiker-, Schreiber-, Zeichner-, Partner-, Herren-Ich und viele mehr. Denn, so sagte der Herr häufig: „Wer mit einem Ich auskommen will, muss sich ganz schön einschränken“. Mit den vielen Ichen hatte der Herr gute Unterhaltung und wunderte sich auch oft über deren Eigenständigkeiten. Jedes Ich machte für sich einen guten Job und bildete sich auf dem ich-eigenen Gebiet immer weiter aus. Der Herr hatte Glück, denn seine Iche wollten voneinander nichts wissen und konzentrierten sich auf …

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Der Herr gesteht,

dass er nicht für menschliche Leser, sondern für die bots der Suchmaschinen schreibt. Beglückt fühlt er sich durch ping backs, freut sich auf cloud und ranking. Der Herr begründet sein Dasein aus den Bestätigungen der Maschinen. Menschen lesen nicht mehr viel, können in ihrer Lebenszeit auch gar nicht viel lesen. Ein programmierter webcrawler las bereits 2005 in einem Tag die Anzahl Wörter, für die ein Mensch ein Leben benötigt. Ja, die Leser der Zukunft sind die Rechner und der Herr wendet sich schon heute direkt an diese. …

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Der Herr schaute TV,

dort wurde die Freiwilligenarbeit beworben. Diese Arbeiten sollten ohne Entgelt bleiben, auch wurde darauf hingewiesen, wie sinnvoll dies für Senioren sei, die ja durch unentgeltliche Freiwilligenarbeit Kontakt zur Gemeinschaft erhalten würden, kostenlos. Der Herr fragte sich, ob das wohl heißen würde, dass seine Gemeinschaftskontakte schon alle kostenpflichtig geworden waren. Freiwilligenarbeit sollte auch Lebenssinn geben und sinnvoll sein, so hieß es. Das verwirrte den Herrn, da er ja selbst weniger Sinn geben, als vielmehr Erleben wollte. Dass das Leben Sinn machen müsse, konnte ja angesichts des alltäglichen Unsinns …

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