sich glücklich denken

Das füge ich zu meinem Denken noch hinzu: Was ich denke gilt nicht nur als Ausdruck der Gegenwart, sondern hat eine rückwärts, in die Geschichte gerichtete Wirkung und eine nach vorne in die Zukunft. Beispiel: Ich denke mich traurig und schon nehme ich mir in meiner Geschichte eine traurige Situation als Begründung für diese Traurigkeit und meine Zukunft will auch, weil ich sie ja als Fortsetzung meines Selbst bezeichne, einen Anteil davon haben. Mit meiner Entscheidung, mich in der Gegenwart, krank, traurig, fröhlich oder sonst wie zu …

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Allein auf Familienreise

Es gibt Reisende, die sich freuen, einer davon bin ich. Die Landschaft gewinnt durch das wenige Weiß so viel an Trennschärfe und Tiefe. Wie mit Kohle gezeichnet, einfach mit kühnem und doch detailliertem Strich hingezogen, die Bäume, Sträucher, Straßen und Häuser.  Gerade fällt mir auf, dass mein zwanghaftes Denken daran, was sich wohl in den Häusern und Wohnungen, die ich vom Zug aus sehe, abspielen könnte, etwas nachgelassen hat. Nun, kurz bevor ich darüber schrieb war es das erste Mal in der Reise, dass ich daran dachte …

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Denkmal

Das Denkbare liegt im Undenkbaren. Das Undenkbare verschließt das Denkbare. Wie ein hermetischer Kreis fügt sich das Undenkbare um das Denkbare. Wie eine riesige oder auch eine kleine Glaskugel, die trüb wurde, umschließt das Undenkbare das Denkbare. So, dass der Denkende, der ja nur das Denkbare denken kann, sich somit vom Denkbaren aus das Undenkbare erdenkt. Dass er das Undenkbare vor das Denkbare stellt um mit dem Denkbaren am Undenkbaren zu scheitern.