Sondern, absondern, besonders.

von Franz Stowasser am 9. August 2011

Der Herr erhält manchmal Schreiben wie etwa dieses:
Franz, das Besondere an Deinen Blog Beiträgen ist, dass sie so einfach daher kommen. So, als hätte ich sie auch schreiben können. Manchmal sind es auch meine Gedanken, die ich früher einmal dachte und dann denke ich: „schau an, der Franz, der schreibt das einfach hin“. Und, weil ich denke, dass ich das Gleiche früher schon einmal dachte, dann erscheint es mir nicht mehr wertvoll. Denn durch mein schon mal gedacht haben wurde es aus der Werthaltigkeit entlassen. Was ich denken kann, das kann ja nichts Besonderes sein, das kann ja jeder denken, es bleibt durchschnittlich und deshalb habe ich dann auch den Eindruck, wenn ich etwas, das ich schon einmal gedacht hatte lese, dass das auch nichts Besonderes ist. Und dabei entdecke ich dann, dass ich mich selbst aus allen Besonderheiten herausgehoben habe und mich als schlechter als den Durchschnitt betrachte. Indem ich sage, dass etwas, nur weil ich es auch schon dachte, nichts Besonderes mehr sein kann. Sobald es in Kontakt mit mir kam wurde es durchschnittlich, ja weniger als das. Du, Franz, scheinst anders zu denken, Du stellst Deine Gedanken als etwas Besonderes dar, lässt sie sogar vom Herrn denken. Danke, ein gutes Beispiel für mich.
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