rauchfrei

von Franz Stowasser am 12. März 2007

Ich rauche nicht und wenn ich mich recht entsinne (aller Sinne entleere) dann hatte ich nie geraucht, auch vor Jahren nicht. Vielleicht hatte meine Hand mal eine Zigarre an meinen Mund geführt, durch das Bilden eines leichten Unterdrucks gelangte dann Rauch in meinen Mund und wieder nach draußen, beim ausatmen. So war meinem Ausatmen einige Male Rauch beigemischt, aber ICH hatte nie geraucht. Mein Ich kann gar nicht rauchen. Es könnte vielleicht in Rauch aufgehen, am Ende meiner Tage, allerdings nur einmal. Wie sollte also jemals jemand ein Raucher sein? Noch viel übertriebener und unsinniger als ein rauchendes Ich klingt ja der Satz: “Ich bin Raucher”. Wenn jemand sagt “Ich bin Rentner”, so kann ich das verstehen. Er oder sie bezieht eine Rente und lebt davon. Was bezieht ein Raucher? Oder soll der Raucher-Mensch gar nichts beziehen, soll er nur rauchen, den ganzen Tag, und die Nacht, 24 Stunden ununterbrochen dauerrauchen? Macht ein Raucher nie eine Pause? Und wenn doch, ist er dann ein Pauser? Wenn er etwas trinkt, wird er dann zum Trinker? Wenn er atmet, ist er dann ein Atmer und wenn er mal den Atem anhält ein Nichtatmer? Wenn er sich kämmt ein Kämmer und wenn er sich gerade nicht kämmt ein Nichtkämmer? Sind wir dann nicht alle Nichtkämmer, weil wir uns ja nicht dauern kämmen? Ach, wie gut, dass ich mich damit gar nicht beschäftigen muss als Nichtraucher.

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