Der Herr hatte sich

vorgemacht, für niemanden zu schreiben. Das Fantasieren des Lesers wollte er schwachen Schreibern überlassen, die sich mit jedem Wort eine Bestätigung erschreiben wollen. Er, der Herr, wollte das nicht, meine, auf den Leser verzichten zu können. Da erkannte er, dass er sich selbst in viele tausend Leser vervielfacht hatte. Hinein fantasiert in viele tausend kritische Köpfe, hörte er den Schwarm ihrer Gedanken fast gleichzeitig in seinem Kopf. Kein Wunder, dass die anderen Schreiber ein paar lebendige Leser suchten. Dieses Fantasiereich war doch auch anstrengend.

Der Herr bereitete

sich innerlich auf einen Marathon-lauf gegen sich selbst vor. Wenn er sich selbst überholen könnte, in einem richtigen Wettlauf, alle Kräfte fordernd, dann würde er seine Grenzen erfahren, überschreiten, sich selbst und seine Limitationen verlassen, über sich hinaus gehen, laufen. Freunde des Herrn warnten vor diesem Experiment. Der Herr würde Selbstzerstörung riskieren, träte er den Lauf gegen sich selbst an. Er solle lieber erst einmal wie die anderen auch, beim Volkslauf mitmachen.

Unbeabsichtigte Absichten des Herrn

Der Herr stellt hier auch Zeichnungen ein, die nicht ganz gelungen sind. Das nicht nur, weil es damit gegen Illusionen des “RICHTIGEN” Zeichnens angehen will, auch, weil ihm hierarchische Interpretationen “richtiger Kunst” auf den Wecker gehen. Die Herrschaften der einen, richtigen Weltdefinition sollen in dieser leben und sehr schnell deren Einwelt-Defizite erkennen, dann im Nachbessern altern. Sprich mit ehrlichen alten Leuten und sie werden Dir sagen, dass sie im Leben mehr Quatsch gedacht und gemacht haben als “Richtiges”. Die aber behaupten, alles “richtig” zu machen suchen Macht, …

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Der Herr gibt

schnelle Antworten. Er hatte gelesen, schnelle Antworten seien Zeichen eines geordneten Geistes. So lernte er einige schnell und allgemein verwendbare Antworten auswendig und gab diese. Der Herr gab diese Antworten gerne, denn es fehlte ihm danach nichts. Es war auch, als hätte der Frager nichts erhalten, kein Zögern, kein Nachdenken, kein Abwägen, kein Suchen, keine Verunsicherung, nichts, was den Fragenden hätte wissen lassen, dass seine/ihre Frage die Aufmerksamkeit des Herrn erreicht hätte. Viele Frager waren daher mit den schnellen Antworten des Herrn unzufrieden und der Herr schloss …

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