Maschinen, weshalb?

von Franz Stowasser am 25. Februar 2010

Soziologie war für den Herrn mehr geworden, als nur interpretierte Statistik. Statistik war ja überall leicht zu haben, jedes Internet Portal lebte davon, jede Zeitschrift. Statistik wurde zum Lückenfüller. Wenn der Eisbär Knut und die ACHTlinge kein Interesse mehr erweckten, dann gab es wieder Beispiel für Zählen, Messen und Wiegen. Was der Kaufmann unter Inventur verstand, wurde zum Idealbild des informierten Bürgers. Die Bildungsvorstellung erschöpfte sich in abfragbaren Daten wie sie heute jeder 8 jährige in Sekunden mit einer Suchmaschine im Computer findet. Doch weshalb einen Computer nutzen? Oder wie Richard Bandler einst sagte: „Why waste a machine if a human being can do it.“ immer wieder entdeckte der Herr Beispiele für diesen Satz. Auch hier Kontext übergreifend. Es scheint auf die Idealisierung ökonomischer Glaubenssätze durch die USA zurückzugehen. Mangels besserer Bildung idealisierten die USA ökonomische Regeln. In unglaublicher Ignoranz beteten sie Werte, Kriterien und Regeln nach und feierten nicht nur die Maslowsche Pyramide. So dass heute die Psychologie nur mehr den homo öconomicus beschreibt, den Menschen, der sich nach einem absurden Regelwerk irrealer Verwertungsgesetze verhalten soll. Am Besten wie eine Maschine, damit man an seiner statt keine benutzen muss. Justiert wird diese HumanMachine durch “Wer wird Millionleer”.

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