Indische Kissen

von Franz Stowasser am 10. Mai 2008

Der Herr bettet seinen Schreibunterlage auf indische Kissen oder genauer auf indische Kissenbezüge. Die Farben leuchten in der Morgensonne und die verwobenen Silberfäden funkeln. Im Kopf treibt das die Sehnsucht nach mehr und wirkt damit gar nicht indisch. Wäre es eher, wenn der Herr gleich einer Morgen Raga in steter Wiederholung, die doch niemals das Gleiche bringen kann, dieses funkelnde Silberleuchten etwas anderes beschrieb oder gar in Töne transformierte. Der Wind bringt Wolken, die Sonne war nur eine Stunde zu Gast, Wolken wie Kissen, die jetzt auf der sonnenzugewandten Seite glitzern und leuchten. Das Licht bleibt, die Farben verändern sich, die Stimmung wandelt sich.

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