Idyllen zur inneren Einkehr

Einkehren geht ja zurzeit schlecht. Viele schöne und gute Restaurants sind geschlossen und viele Genießerinnen scheuen die Vorstellung, sich ein Stück Schwarzwälder Kirsch-Torte durch die Maske zu pressen. Auch Gast-Service wird nicht mehr als so attraktiv erlebt wie auch schon. Die Reaktionen der Gäste wurden indirekter und spürbare Freude am Service kommt selten auf. Also pflegen wir eine Kultur der Speisen aus den Einkaufstaschen. Essen ist doch nicht so wichtig, Hauptsache satt. Ambiente kann im Stadtpark genutzt werden. Was aber, wenn innere Einkehr zur eigenen Idylle viel mit äußeren Anlässen zum Wohlgefühl zu tun hätte? Wenn ein freundliches Lächeln, eine schön präsentierte Speise, der Eindruck zufriedener Gastgeber die eigenen inneren Idyllen förderten? Dann geben wir sehr viel auf, wenn wir Zuwendungen durch Distanz und zarte Freundlichkeiten durch große Gesten ersetzen.

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