Festgestellt

von Franz Stowasser am 5. Juli 2012

Die Deutsche Bundeskanzlerin hat festgestellt, dass der Schlamassel mit dem Euro daher kommt, dass über die Verhältnisse gelebt wird. Die NZZ rechnete ihren Lesern vor, wie sehr Kleinsparer unter tiefen Zinsen leiden. Abgesehen davon, dass ich die Verhältnisse von Frau Merkel nicht kenne und daher nicht weiß, ob sie und ihr Mann über ihre Verhältnisse leben, möchte ich gerne die 20 000 CHF auf der Bank haben, von denen die NZZ schrieb. Aber, ich hätte dieses Geld ja nicht lange, müsste es sicherlich bald in die Verhältnisse unserer Kanzlerin einbringen. Oder war mit „über die Verhältnisse leben“ gemeint, dass die Bevölkerungspyramide eine verhältnismäßige Überalterung zeigt?
Also, irgendwie funktionieren die Schuldzuweisungen an den „kleinen Mann“ nicht mehr richtig. Der „kleine Mann“ ist ja gerne an Allem schuld, das bringt Bedeutung, will dann aber auch etwas mit  Allem zu tun haben und nicht nur einmal im Jahr für 10 Tage im Griechenlandurlaub den deutschen Finanzberater geben. Von daher die Forderung: beteiligt den „kleinen Mann“ mehr. Lasst ihn direkt in einen KanzlerVerhältnisFonds einzahlen, konfisziert die 20 000 CHF Bankguthaben, mit denen er ohnehin nur Verlust macht und die er hinterhältig dem „wertschöpfenden Geldkreislauf“ entzogen hat. Gebt ihm statt Geld, mit dem er ja nicht umgehen kann, Marken für Essen und Kleidung. Nicht zu viel, gerade so, dass es für seine Verhältnisse genügt. Bringt ihn zum Verzicht, zur massenhaften Absage an das Rauchen, das Trinken, den Sex, das  Autofahren, die Bildung. Bedroht ihn mit vorzeitiger Beendigung der Lebenszeit, sollte er in kleinmännischer Absicht die Wiederwahl verweigern.

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: