Facebook

von Franz Stowasser am 30. Januar 2011

Wer ein Facebook Konto besitzt freut sich vielleicht, von Freunden und Bekannten zu lesen und deren Interessen zu teilen oder/und veröffentlicht eigene Beiträge. Facebook wirbt mit folgendem Satz:

„Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten.“

Was stimmt an diesem Satz nicht? Vieles. Zum einen ermöglicht mir Facebook nichts, was ich mit den Menschen in meinem Leben nicht schon hätte. Denn in Verbindung stehe ich ja mit diesen Menschen, sonst wären es nicht Menschen in meinem Leben. Der Satz soll mir vielleicht den Eindruck vermitteln, ohne Facebook wäre mir Verbindung mit Menschen unmöglich. und weshalb soll ich treten? Ich kann doch einfach mit Menschen in Verbindung bleiben, kann Verbindungen pflegen, trennen, aufnehmen. In diesem Satz erscheint mein Leben als Behälter mit Menschen darin. Vielleicht mag ich diese Metapher gar nicht, möchte mich vielmehr mit anderen Menschen austauschen, vernetzen. Dazu kann ich das Gespräch, das Telefon, e-mail, skype, twitter, viele sozialen Dienste und auch Facebook nutzen. Aber Facebook ermöglicht mir doch diese Verbindung mit anderen Menschen nicht, es stellt vielleicht ein paar Funktionen zur Verfügung, damit ich Bilder und Texte einstellen kann. Doch muß ich diese Funktionen nutzen, ohne meine Bilder und Texte und ohne Deine Bilder und Texte wäre Facebook leer geblieben. Was also ermögliche ich Facebook?

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