Er geht.

von Franz Stowasser am 25. Mai 2013

Geht der Herr ruhig an eine Zeile, dann kann diese Zeile selbst wachsen, selbst entstehen, er hetzt sie nicht. Ruhig und mit Neugierde schreibt er eine Zeile. Neugierig darauf, was diese Zeile zeigen und sagen wird. Doch meist geht er nicht ruhig an eine Zeile, will, dass sie immer schon da war und sich fortsetzt, sich in eine ungewisse Zukunft verlängert, damit dadurch seine Zukünfte gewisser werden sollen. Mit jeder geschriebenen Zeile möchte der Herr dann immer gewissere Zukünfte erschaffen. Schließlich, wenn er sich durch die selbst geschriebenen Zeilen ganz verblendet hat, nur noch eine Zukunft.

 

 http://stowasser.files.wordpress.com/2013/03/snapshot_20130107_10.jpg

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: