Ellenbeuge

von Franz Stowasser am 24. Juli 2011

Der Wind vertreibt das Wetter, der Wind bringt Insekten und Blütenstaub, der Wind bläst den Regen in die Berge, trocknet das Land aus. Der Herr liebt den Tag auch mit nur wenig Wind. und er schläft in der Nacht durch, was schon lange nicht mehr der Fall war. Er ermüdet sich selbst im Schlaf, liegt unbequem auf seinem Arm, läßt den Arm in der Ellenbeuge hängen bis er nachts so schmerzt, dass er aufstehen will, einfach nur um zu entspannen. Der Herr steht aber nicht auf, sondern dreht sich auf die andere Seite, schaut sich neue Traumbilder und Traumfilme an und schläft bis in den Morgen. Dann weckt ihn die Katze manchmal jede Stunde, weil sie möchte, dass er mit ihr zu ihrem Fressnapf gehe, dass er vielleicht auch aufstehe und sich nach unten setze, um dort am Rechner zu schreiben. Manchmal geht er nach unten, manchmal geht er wieder ins Bett und schläft, träumt, schmerzt vor sich hin.

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