Des Herren Zukunft 2

von Franz Stowasser am 1. Juni 2008

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Untergang, Zusammenbruch, ja sogar Tod stellten sich im Moment des Auswechselns vermeindlich ungeliebter Zukunftsgedanken als fördernd, freundlich und für den Herrn unterstützend dar. Was noch Sekunden zuvor als schrecklich schädlich für die Zukunftsgestaltung des Herrn vom Herrn selbst erkannt worden war, erschien plötzlich als ein Segen, als eine Gnade. Da jeder Zukunftssatz, jedes Zukunftswort in den Zukunftsgedanken des Herrn schon sein attraktives Gegenteil enthielt, brauchte vielleicht gar kein Gedanke mehr gewechselt werden. Es könnte einfach das Gegenteil der jeweiligen Aussage oder Zukunftserwartung etwas mehr bedacht werden und schon balancierte sich eine zunächst eindeutige Untergangsbefürchtung in eine Lebensfreude oder zumindest Lebenshoffnung.
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