Der Herr sagt,

von Franz Stowasser am 27. Januar 2015

er zeichne nicht, buchstabe stattdessen. Denkt an die „Dicke Wirtin“ am Savignyplatz in Berlin und daran, daß Soleier doch eher ein Haltbarkeitsthema als eine Delikatesse sind. Das Licht fällt ungünstig und der Schatten der Feder schreibt mit, die Augen sehen zwei Schreibwerkzeuge. Wieder an Berlin denkend erinnert er die Kneipe „Puhvogel“ in der er Guinness hinter Winterfenstern trank. Eine der letzten Sofakneipen Berlins. Im „Puhvogel“ wollte der Herr etwas sagen, entschloß sich dann jedoch, das lieber zu Hause in seine gelbe Reiseschreibmaschine zu tippen. So schrieb er hinter sich her, weil er doch nicht wußte, was aus seinem Leben hätte werden sollen. Außer Platon lesen sollte doch richtig gearbeitet werden. Richtig arbeiten hieß, für Geld arbeiten. Geld war der neue Name für das Gute bei Platon und jeder, so wurde immer wieder für den Begriffswechsel geworben, jeder könne dieses Geld erreichen, besitzen, sparen, anhäufen, horten, anlegen, vermehren, verehren, anbeten oder auch ausgeben.

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