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Der Herr hätte gerne

darüber geschrieben und selbst mehr Klarheit erreicht. Er dachte, mit der Feder sei es besser darüber zu schreiben, als mit der Tastatur des Rechners. Erinnerte sich an die langen Nachtsitzungen, in denen Texte mit der Feder entstanden waren, einfach so. Erinnerte sich an die Wohlgefühle beim späteren Lesen der Texte. Mit einer neuen Feder wollte er schreiben, doch das Papier sog zu viel Tinte und die alte, dünne Feder schien idealer. Ein ideales Schreiben hatte es aber nicht werden wollen, es sollte einfach nur das aufgeschrieben werden, was sich auf dem Weg aus dem Bad zum Tisch verloren hatte. Es zeigte sich jetzt im Konflikt zweier Federn wieder, Diskussionen des “soll ich, soll ich nicht “. Vor dem Spiegel im Badezimmer war der Herr glücklich gewesen. Hatte in Gedanken schon den Text auf vielen hundert Seiten gelesen, war bezaubert von der einfachen und direkten Sprache. Vor dem Spiegel gab es kein Tabu, das begegnete ihm erst auf dem Weg zum Schreibtisch. Dabei war ihm nicht einmal klar, worauf sich das Tabu bezog. Das Thema war inzwischen vielfach verspiegelt, auch war ihm entfallen, was er hatte schreiben wollen. Unmöglich, eine Erinnerungsspur aufzunehmen, es hatte im Uninteressanten geendet.

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