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Der Herr beträumte sich

von einer Schreibfeder und von Worten, in Sätzen geborgen, die er in der nächsten Woche, im nächsten Monat, Jahr oder auch nicht mehr lesen würde. Neben dem Wiederlesen war diese Neugierde darauf, was sich als nächste Zeile aufzeichnen würde, interessant. Die Lampe hatte der Herr so gestellt, dass er vom Licht ins Dunkel hinein formulierte, Schattensätze erzeugte. Deshalb kamen ihm beim Lesen viele Sätze neu vor und er konnte sich kaum vorstellen, diese Sätze selbst geschrieben zu haben. Die Zeilen waren Traumteile. Nicht nur zeitlos, nimmt der Traum auch keinen Raum ein. Im Kopf begnügt er sich mit Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Geschmack und Gefühlen, ohne im Kopf zu sein. Überall kann Traum sein, er braucht keinen Platz, wie ein Film zum Beispiel. Auch keinen Anfang und kein Ende. Das Aufwachen ist nicht das Ende eines Traumes und das Einschlafen nicht sein Anfang. Der Herr beträumte sich selbst in Schlaf- und Tagträumen und überließ diese Kunst nicht den TV-Programmen.

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