Der Herr bemerkt,

von Franz Stowasser am 5. Januar 2015

wie seine Schreibhand, was sie zu Papier bringt, auch seiner Aufmerksamkeit zugänglich werden läßt. Wie hätte er das je in seinem Heimatland, in England, Schottland oder einem anderen Land, dessen Sprache er versteht, tun können? Hier aber, wo er die Sprache der Leute nicht versteht, wo ihm das Sprechen der Menschen fremd bleibt, wie die Menschen selbst sich in unerfahrbare Andere gestalten, hier geht das gut. Hier kann er all ein(s) mit seinen Projektionen werden, immer vertrauter, bis er einige dieser Projektionen benennen kann. Hier zeigt es sich komplizierter, sich in die Lage ahnungsloser Anderer zu versetzen, um dann die Welt aus deren Blickwinkel im eigenen Kopf zu bewerten, danach sofort vergessen, dass das nur im eigenen Kopf stattgefunden hatte und behaupten, man wisse, was der andere wolle. Hier fällt diese Projektion leichter auf, weil sie sich nur im bekannten Sprachraum befindet und der Herr wird auf sich selbst zurück geworfen.

Viele gute Wünsche zum Jahreswechsel !

 

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