Der Herr auf der Insel

von Franz Stowasser am 15. Juni 2012

Doch, wie kann er sich seine kanarischen Freudenschübe erklären, diese Glücksmomente, die sich sogar über seinen Kopf auswachsen während er im Sand zum Strand geht? Er erklärt sich diese Glücksrevolutionen mit einer In-Fragestellung einiger seiner Vorannahmen. So dachte er nämlich, dass ein Dasein in Bettenburgen, überfüllten Stränden und Kneipen mit schlechtem Essen niemals freudig sein könne. Und, weil der Herr nach Urlauben so schlecht wieder in den Alltag zurückfand wollte er einen Urlaub antreten, aus dem er mit Freuden wieder zurück nach Hause wollte. Also buchte er seinen Inselaufenthalt in einer Bettenburg über einer Disco am überfüllten Strand. Doch, als er auf der Insel ankam, da lächelten die Leute und alle Vorannahmen und Erwartungen fielen freudig ab vom Herrn. Sonne, Sand, Meer, genußvolle Bewegung, Höhenflüge, Konzentration auf neue Welten, auf die Art, wie die Menschen auf Promenaden laufen, sich über das „Recht auf Arbeit“ unterhalten, Krankheiten verlieren, Freunde gewinnen, Augenblicke schätzen, einem Musiker zuhören, in die Wellen schauen, das und viel mehr erzeugte Glücksmomente.

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: