Der Herr berichtete

aus den Gebieten seiner Iche. Er hatte viele Iche, Kindheits-, Erwachsenen-, Business-, Musiker-, Schreiber-, Zeichner-, Partner-, Herren-Ich und viele mehr. Denn, so sagte der Herr häufig: „Wer mit einem Ich auskommen will, muss sich ganz schön einschränken“. Mit den vielen Ichen hatte der Herr gute Unterhaltung und wunderte sich auch oft über deren Eigenständigkeiten. Jedes Ich machte für sich einen guten Job und bildete sich auf dem ich-eigenen Gebiet immer weiter aus. Der Herr hatte Glück, denn seine Iche wollten voneinander nichts wissen und konzentrierten sich auf …

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Der Herr findet eine Freiheit mehr,

er findet nicht die Freiheit. Hatte die Freiheit auch nicht mehr gesucht, als er erkannte, dass er sich mit der Suche nach der Freiheit in ein Gefängnis eingeschlossen hatte. Die eine, richtige, wirkliche Freiheit suchen und finden wollen, das war eine Reduktion der Möglichkeiten zum, als Ideal fantasierten, einen Punkt. Der Herr wunderte sich darüber, dass er so viele Jahre das Spiel mit Einzahl und Mehrzahl nicht gesehen oder gehört hatte. Die Freiheit, also diese eine Freiheit, die richtige Freiheit war ein unerreichbares Konstrukt, in sich so …

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Der Herr schreibt mit der rechten Hand

und deshalb von sich weg. Anders als der Linkshänder, der auf sich zu schreibt. Da wird wohl ein ganz anderes Lebensgefühl entstehen als es der Herr hat, der von sich weg schreibt, das Geschriebene aus sich herausgeschrieben hat, auf eine Spur, die von ihm weg führt. Eine mit jeder neuen Zeile neu beginnende Spur, eine Spur, die der Herr immer wieder neu legt, um sie am Ende einer Seite abbrechen zu lassen.. Auch die Zeilenspuren entfernen sich. Erste Sätze werden zu früheren Sätzen, zu älteren Sätzen, zu …

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Der Herr schrieb um

den Eindruck zu erwecken, er würde sich mit etwas beschäftigen. Er war jedoch nur mit ein paar Tönen zwischen den Ohren beschäftigt, mit Klängen und Bildern aus Afrika, wo einige Männer Bier trinkend beisammen sitzen und trommeln. So stellte er sich Musiker in Afrika vor, unter einem Baum, trommelnd im Licht des Nachmittags. Beobachter aus anderen Ländern, die sich niemals Gelegenheiten verschafft hatten, so gemeinsam zu sitzen und zu trommeln, entdecken ganz komplizierte Rhythmen, die nur in jedem 63sten Takt zusammen finden, die, so polyrhythmisch, sich selbst …

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