Ballon im Kopf

von Franz Stowasser am 13. Mai 2010

Weshalb schreibe ich hier etwas über Luftdruck und Autoreifen? Weil ich seit einigen Jahren aufklärerisch in Sachen Reifendruck herum reise, auf Weblogs, in Unternehmen, bei Kunden etc.. Nach einiger Zeit hatte ich gemerkt, dass es sich dabei wohl eher um eine Glaubenskampagne handelt als um Aufklärung und zwar in dem Sinne, als ich zunächst die Muster der gängigen Glaubenssätze erkennen, einordnen und umdeuten
lernen mußte, bevor ich mit der Aufklärung beginnen kommte.
Es hilft wenig, Glaubenssätze wie zum Beispiel: “Bei zuviel Luft platzt der Reifen” einfach als Quatsch abzutun. Dazu werden sie von denen, die an weichen wabbeligen Autoreifen Geld verdienen viel zu gut unterstützt. Ein Wabbelreifen bringt Geld in die Kassen der Tankstellen, der Reifengilde, der Fahrzeughersteller, die an der Fahrwerktechnik sparen etc… er bringt, wenn er platzt auch dem ADAC Mitglieder und unterstützt Abschleppwerkstätten.

Wie gestaltet sich nun so ein luftiger Glaubenssatz im Kopf?

BallonReifen, so hießen die luftgepumpten Reifen auch einmal. Vielleicht war das der Grrund dafür, dass in so vielen Gehirnen bis heute der Vergleich Reifen = Ballon so fest verankert scheint. Selbst technisch aufgeklärte Leute behaupten immer wieder, dass ein Autoreifen platzen kann, wenn man/frau ihn zu fest aufpumpt. Unter fest aufpumpen sind dann 2,6 bar gemeint. Diese Furcht scheint ein Resultat des Ballonvergleichs, der im Kopf stattfindet. Da gibt es Bilder eines Geburtstags oder einer Kirmes, wo Luftballone durch zu festes Aufblasen zum platzen gebracht wurden oder vielleicht auch die Werbung in dem ein Condomhersteller den Sicherheitsstandard seiner Produkte beweist. Mit einem normalen Lungendruck von 1,4 bar bekommt man nicht jeden Luftballon zum platzen. Ein Autoreifen braucht sicherlich mehr als 16 bar und die bekommt er niemals durch aufpumpen.
Am Sichersten bekommen wir einen Autoreifen zum Platzen indem wir ihn mit ZU WENIG Luft versorgen und ihn deshalb während der Fahrt WALKEN lassen. Dadurch kann er sich erhitzen und die flexiblen Materialien können porös werden. Irgendwann knallt es dann und vielleicht brennt es auch. Wer das nicht möchte kontrolliere den Reifendruck. Inzwischen empfehlen viele Organisationen, ca. 0,2 bar über dem angegebenen Reifendruck zu fahren und das gefährliche Walken auf jeden Fall zu vermeiden und Treibstoff, sowie Profilabrieb zu sparen.

Kurz: Ein Autoreifen ist kein Luftballon sondern ein Autoreifen.

Aber Schreiben nutzt da wenig. Rüsten Sie ein TireMoni www.TireMoni.com nach und fahren Sie sicher und kostengünstig.

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