Der Herr wollte sich

keine neuen Aufgaben suchen. Aufgegeben hatte er schon genug. Eine neue Eingebung, eine göttliche vielleicht, wäre ihm recht gewesen. In TV Filmen fanden unglückliche ältere Menschen und Langzeitarbeitslose oft neue Aufgaben und waren dann sehr glücklich. Der Herr fragte sich, was er wohl noch aufgeben sollte – sein Glück vielleicht?

Der Herr ließ sich

in den Bergen den Keller eines Walserhauses zeigen. Dazu hörte er die Geschichte, dass eine Frau zusammen mit einigen Tieren, deren Mist sie verfeuerte, die letzten 30 Jahren ihres 97-jährigen Lebens nicht mehr im Haus, sondern nur in diesem Keller gelebt hatte. Immer noch war diese längst verstorbene Frau sehr präsent und der Herr hatte keine Zweifel, dass sie sich keine Minute einsam oder unglücklich gefühlt hatte. Wissen konnte er das nicht und doch spürte er Zufriedenheit, Glück und unglaubliche Kraft.

Idyllen zur inneren Einkehr

Einkehren geht ja zurzeit schlecht. Viele schöne und gute Restaurants sind geschlossen und viele Genießerinnen scheuen die Vorstellung, sich ein Stück Schwarzwälder Kirsch-Torte durch die Maske zu pressen. Auch Gast-Service wird nicht mehr als so attraktiv erlebt wie auch schon. Die Reaktionen der Gäste wurden indirekter und spürbare Freude am Service kommt selten auf. Also pflegen wir eine Kultur der Speisen aus den Einkaufstaschen. Essen ist doch nicht so wichtig, Hauptsache satt. Ambiente kann im Stadtpark genutzt werden. Was aber, wenn innere Einkehr zur eigenen Idylle viel …

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Der Herr raucht

eine Zigarre und er findet sich im Rauch selbst. Wie Morgennebel liegt der Zigarrendampf im Zimmer und zeigt, wo die Fenster Luft einlassen. Im Rauch reist der Herr nach Brasilien, denn von einem dortigen Exilkubaner stammt die Zigarre. Er sieht saftiges Grün in regenreichen Bergen, fantasiert eine kleine Zigarrenproduktion und schmeckt die Würze des Tabaks auf der Zunge. So wirkt der Herr Völker-verständigend. Der Rauch war ein Spiel, in der Sekunde, da der Zigarrenrauch des Herren Zunge berührte, fühlte sich dieser als langjähriger Tabakkenner, wusste von den …

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