Alltag in der Führung?

von Franz Stowasser am 1. Mai 2011

Wer mit dem internet fischt findet oft auch etwas Erfreuliches.  Zum Beispiel die täglichen Gedanken des Günter Dueck. Erfrischend direkt, leicht und locker kommentiert er Ausblicke für eine gute Gesellschaft. Klar, wir können weiter machen wie bisher, nur sollten wir uns dann nicht mehr “moderne Gesellschaft” nennen:

„Herr Dueck, ich verstehe Ihren Punkt. Ich weiß, dass sie nicht motivierbar sind. Aber stellen Sie sich vor, sie würden einfach unmotiviert herummachen und dann käme wieder mein Chef vorbei und würde sich wundern, warum ich sie nicht motiviere. Verstehen Sie? Ich MUSS brüllen, weil ich sonst selbst am Pranger stehe, nicht genug Druck gemacht zu haben. Ich weiß, dass mein Brüllen die Lage eher verschlimmert, weil die da gar nichts mehr fühlen und sie mich auch schon lange verachten. Sie verachten mich noch stärker, weil ich sie anbrülle, obwohl ich weiß, dass es nichts nützt. Ich MUSS aber brüllen, weil ich dadurch auf der sicheren Seite nach oben hin bin. Niemand kann mir nachsagen, dass ich nicht hart genug wäre. Es gibt einige Führungskräfte, die nicht so hart sind wie ich. Denen glaubt man nicht, dass sie bestmöglich arbeiten. Deshalb werden sie nicht befördert, ich aber schon. Gerade dafür aber werde ich noch mehr verachtet. Das halte ich kaum noch aus, es zerreißt mich ganz. Ganz, ganz langsam.“  http://www.ktisis.de/day_aktuell.html

 

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