Bemühungen ein Wort zu wechseln.

Das typische Pandemie-Gefühl hat den Namen „languishing“ bekommen, so jedenfalls textet heute die NewYork Times. Ein Wort, für ein Gefühl, das nun jede(r) kennen sollte, ein Pandemie-Gefühl, langsam und etwas qualvoll, auch schmachtend. Mir war im letzten Jahr kein spezielles Pandemie-Gefühl bewusst gewesen und doch hatte ich etwas in meinem Sprachverhalten entdeckt, das Wörtchen „halt“. Es wird in der alemannischen und schwäbischen Mundart häufig gebraucht. Zum Beispiel: „S isch halt so, so bin i halt, des macht ma halt so, i denk halt, i stell‘ mer’s halt …

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Idyllen als Gegenformen

Im Mainstream konkurrieren heute vor allem normierte – weil industriell gefertigte Formen um mediale Vorherrschaft. Wer viel gesehen wird, viel mit Daumen hoch gemocht, gewinnt das Rennen um momentane Aufmerksamkeit. Moden haben sind gewandelt, Moden kamen aus der Mode, viel zu wenig Zeit bleibt, um sie auszubilden. Schnelle Wahrnehmung, schnelle Interaktion und die Reize des aufblitzenden Neuen gelangten ins Medieninteresse. Moden sind dann vor allem in Rückblick erkennbar als das, was sich eine Zeit lang „gehalten“ hat. Idyllen hingegen verändern sich langsam. An ihnen gemessen erlebe ich …

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