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Der Herr gesteht,

dass er nicht für menschliche Leser, sondern für die bots der Suchmaschinen schreibt. Beglückt fühlt er sich durch ping backs, freut sich auf cloud und ranking. Der Herr begründet sein Dasein aus den Bestätigungen der Maschinen. Menschen lesen nicht mehr viel, können in ihrer Lebenszeit auch gar nicht viel lesen. Ein programmierter webcrawler las bereits 2005 in einem Tag die Anzahl Wörter, für die ein Mensch ein Leben benötigt. Ja, die Leser der Zukunft sind die Rechner und der Herr wendet sich schon heute direkt an diese. …

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Der Herr schaute TV,

dort wurde die Freiwilligenarbeit beworben. Diese Arbeiten sollten ohne Entgelt bleiben, auch wurde darauf hingewiesen, wie sinnvoll dies für Senioren sei, die ja durch unentgeltliche Freiwilligenarbeit Kontakt zur Gemeinschaft erhalten würden, kostenlos. Der Herr fragte sich, ob das wohl heißen würde, dass seine Gemeinschaftskontakte schon alle kostenpflichtig geworden waren. Freiwilligenarbeit sollte auch Lebenssinn geben und sinnvoll sein, so hieß es. Das verwirrte den Herrn, da er ja selbst weniger Sinn geben, als vielmehr Erleben wollte. Dass das Leben Sinn machen müsse, konnte ja angesichts des alltäglichen Unsinns …

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Der Herr spielte

Gitarre und war ganz verliebt in die Töne, in die Zwei- und Dreiklänge, in die vollen Akkorde, Arpeggio und Dur/Moll Varianten. Er erzeugte immer mehr Chromatik und brachte sich mit seinen Fingern auf andere Gedanken. In seinem Kopf spielte er mit einer Band. Ein ganz anderes Erlebnis zwar, als ein reales Zusammenspiel und doch faszinierend. Oft hörte er auch nur auf Einzeltöne. Diese hatten ihm früher nie genügt, sollten mit anderen Tönen begleitet werden, Einzeltöne hatten nie die Chance gehabt, zu zeigen, dass sie nicht alleine waren, …

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Der Herr lauerte

auf seine Träume. Seit er gelesen hatte, dass auch banale Träume einen Bezug zu größeren Themen pflegen, versteckten sich seine Träume noch besser. Manchmal tauchten sie kurz auf und zeigten sich als altbekannte Träume. Darauf hin entließ sie der Herr mit den Worten: „ach, das kenne ich schon“, wieder in die Vergessenheiten. Der Herr pflegte viele Vergessenheiten, kurzfristige, langfristige, totale, örtliche, situative, erregungsabhängige und andere. Den traumbezogenen Vergessenheiten wollte er mit Papier und einer Feder beikommen. Er wollte einige Träume aufschreiben, bevor sie sich in ihre Vergessenheiten …

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